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[ BahnInfo-Buchtipp: Berlin S-Bahn-Album. Alle 170 S-Bahnhöfe in Farbe ]
[ BahnInfo-Buchtipp: Die Berliner S-Bahn 1924 bis heute ]
[ BahnInfo-Buchtipp: Eisenbahn-Bildarchiv: Die Berliner S-Bahn ]
[ BahnInfo-Berlin-Spezial: Baureihen-Portrait der BR 475 (Stadtbahner) ]
S85 kommt zurück und Linientausch in Potsdam
Am Montag, den 3. Juni wird die S85 zwischen Waidmannslust und Grünau bzw. Zeuthen nach vier Jahren Auszeit wieder in Betrieb gehen, nachdem sich die Situation im Wagenpark inzwischen soweit entspannt hat, dass hierfür zwölf Viertelzüge (entspricht sechs Umläufen mit Halbzügen) zur Verfügung stehen. Wie üblich verkehrt die Linie nur montags bis freitags tagsüber. Damit fehlen nur noch die HVZ-Verstärker auf den Linien S1 (Zuggruppe PII/Pastor), S3 (Zuggruppe BII/Benno) und S5 (Zuggruppe SII/Sirius) im Vergleich zum Fahrplan vor der Krise.
Wegen umfangreicher Arbeiten an Brücken und Gleisanlagen im Grunewald tauschen ab 9. Juni die Linien S1 und S7 für voraussichtlich ein Jahr ihren westlichen Endpunkt. Die Linie S1 fährt zwischen Oranienburg bzw. Frohnau und Potsdam Hauptbahnhof und die Linie S7 zwischen Ahrensfelde und Wannsee. Dabei verlängern sich tagsüber die Fahrzeiten zwischen Grunewald und Wannsee um fünf Minuten aufgrund eines längeren Aufenthaltes in Grunewald und um weitere fünf Minuten für in Wannsee umsteigende Fahrgäste Richtung Potsdam.

[ BahnInfo-Buchtipp: Berlin U-Bahn-Album. Alle 192 Untergrund- und Hochbahnhöfe in Farbe ]
[ BahnInfo-Buchtipp: U5 - von Ost nach West ]
[ BahnInfo-Berlin-Spezial: Baureihen-Porträt der U-Bahn-Baureihe D (Dora) ]
[ BahnInfo-Berlin-Spezial: Fahrzeugliste der U-Bahn-Baureihe A3E ]
[ BahnInfo-Berlin-Spezial: Fahrzeugliste der U-Bahn-Baureihe GI/1 ]

Lindner-Motorwagen Nr. 9 in Betrieb genommen

Nach siebenjähriger Arbeit ist das Ziel, den historischen "Lindner-Motorwagen Nr. 9" betriebsfähig herzustellen, erreicht. Am Montag, dem 6. Mai 2013 lud der Verein Historische Straßenbahn Potsdam e. V., der eigens für den Wiederaufbau dieses Wagens am 1. Dezember 2005 gegründet wurde, und der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH zur Wiederinbetriebnahme ein.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen 2-achsigen Triebwagen mit Fahrgestell und hölzernem Wagenkasten mit offenen Plattformen und Oberlichtdach. Im Jahr 1907 wurde mit diesem Fahrzeugtyp das elektrische Straßenbahnzeitalter in der preußischen Residenzstadt Potsdam eingeläutet und die seit 1880 verkehrenden Pferdebahnen abgelöst. In zwei Chargen lieferte die Ammendorfer Waggonfabrik Gottfried Lindner in Zusammenarbeit mit den Siemens-Schuckert-Werken Berlin 1907 ingesamt 22 Triebwagen, weitere 7 Triebwagen sowie 7 weitgehend baugleiche Beiwagen folgten 1908. Die letzten Triebwagen blieben, nach mehrmaligen Umbauten, bis 1968 im Linieneinsatz. Drei Fahrzeuge wurden darüber hinaus noch bis 1971 als Arbeitswagen genutzt. Anschließend wurden alle bis dahin noch vorhandenen Wagen verschrottet. Nur ein Fahrgestell eines Beiwagens wurde für eine Güterlore weiterverwendet. Auf diesem Original-Fahrgestell, welches bis 2005 der Güterlore diente und 2006 als Denkmal eingetragen wurde, erfolgte die Rekonstruktion des Wagens. Daneben fanden weitere noch vorhandene Originalteile Anwendung. Der Wiederaufbau erfolgte durch Fachfirmen unter anderem in Leipzig, Mariazell (Österreich) und Iasi (Rumänien) und wurde auf Basis von Zuwendungen und Spenden von Firmen und Privatpersonen finanziert.
Foto: Der Lindner-Motorwagen Nr. 9 am Tag der Wiederinbetriebnahme an der Endhaltestelle Glienicker Brücke. Copyright: Michael Dittrich

S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke ist nun komplett NEU

Kaum noch jemand wagte daran zu glauben, doch die "unendliche Geschichte" hat nun tatsächlich ein Ende gefunden. Die Busse können nun auch in Richtung Westen auf der Brücke vor dem S-Bahnzugang halten. Damit ist der S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke komplettiert.
Begonnen hatte die "unendliche Geschichte" in den 80er Jahren. Mit der Übergabe der Betriebsrechte für die S-Bahn an die BVG entstand die Idee den Bahnhof Kolonnenstraße an der früheren Ringbahnspitzkehre für die Wanseebahn wiederzubeleben. Über 20 Jahre wurde diskutiert, entworfen, geplant und umgeplant bevor am 15. November 2006 der "erste Spatenstich" in Form der Entfernung eines Gleisjochs erfolgte. (BahnInfo berichtete)
Das Ende schien nahe, doch mit der Eröffnung am 2. Mai 2008 (BahnInfo berichtete) war noch keine Fertigstellung in Sicht. Bis Jahresende sollten die Bauarbeiten dauern, die "unendliche Geschichte" aber wollte noch nicht enden. Die Verlegung der Bushaltestellen auf die Bahnbrücke direkt vor die Ausgänge scheiterte zunächst, die Haltestellen blieben an ihren alten Standorten. Die südliche Haltestelle konnte schließlich näher an den Bahnhof rücken, doch Streitereien über eine Fuge auf der nördlichen Brückenseite verhinderten bisher die Verlegung der Haltestelle in Richtung Westen. Nun erfolgte die Eröffnung am heutigen Dienstag, den 18. Juni 2013 um 7 Uhr, völlig unspektakulär per Aushang.
(Foto oben: Ein Bus der Linie 104 hält an der neuen nördlichen Haltestelle direkt vor dem S-Bahnzugang, unten links: Bus 204 an der südlichen Haltestelle, mitte: neuer Haltestellenmast, rechts: alte Haltestelle außer Betrieb - Fotograf & Montage: Tom Gerlich)
Mit dem Bus zum Wannseebad NEU
Am 19. Juni startet die Buslinie 312 in ihre sechste Saison. Bis einschließlich 4. August verkehrt sie wieder täglich zwischen S-Bahnhof Nikolassee und Strandbad Wannsee.
Montags bis freitags von etwa 9 bis 20 Uhr und samstags von etwa 8 bis 21 Uhr fahren die Busse alle 10 Minuten. Sonntags verkehrt die Linie von etwa 8 bis 10 Uhr zunächst alle 20 Minuten und anschließend bis 21 Uhr im 10-Minuten-Takt.


[ BahnInfo-Berlin-Fotogalerie: Besuch bei Cottbusverkehr ]

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