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- Verkehrsverbund Mittelsachsen (-)
- Verkehrsverbund Oberelbe (20.03.2010) NEU
- Zweckverband Oberlausitz-Niederschlesien (-)
- Allgemeine Meldungen aus der Region (-)

DB hebt in Magdeburg alte Eisenbahnbrücke mit Kran aus der Verankerung
Einhub einer provisorischen Hilfsbrücke für Ende Januar* geplant
(Magdeburg, 22. Januar 2010 - PI DB) Die alte, in den letzten Jahren stillgelegte Behelfs-Eisenbahnbrücke über der Ernst-Reuter-Allee (Gleis 13) aus dem Jahr 1947 wird am Wochenende abgebaut. Dazu hebt die Deutsche Bahn die über 60 Jahre alte und rund 82 Tonnen schwere Stahlkonstruktion in der Nacht vom 23. auf den 24. Januar* mit einem Kran aus den Lagern. Dieses logistische Schauspiel kann an der Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofs von öffentlich zugänglichem Gelände, z.B. aus dem Bereich der Ernst-Reuter-Allee oder vom Zentralen Omnibusbahnhof, beobachtet werden.
Ende Januar* wird dann an dieser Stelle eine Hilfsbrücke eingehoben. Darüber soll bis zum Neubau der geplanten Eisenbahnüberführung vor allem der Schienengüterverkehr geführt werden. Die neue Hilfsbrücke wird nach der Inbetriebnahme der finalen Eisenbahnbrücke wieder abgebaut.
Daten, Zahlen, Fakten zur alten Eisenbahnbrücke:
.Baujahr: 1947
.Zweck: seinerzeit Ersatz für kriegszerstörte Eisenbahnbrücke
.Konstruktion: Stahl-Doppel-T-Trägerbündel
.Gewicht: rund 82 Tonnen
.Lichte Weite: 23,40 Meter
.Lichte Höhe: 4,18 Meter
Daten, Zahlen, Fakten zur provisorischen Hilfsbrücke:
.Zweck: Hilfsbrücke für Liegedauer von rund vier Jahren
.Konstruktion: Stahl-Doppel-T-Zwillingsträger
.Gewicht: 82 Tonnen
.Lichte Weite: 23,40 Meter
.Lichte Höhe: 4,41 Meter
*Die Termine für den Aus- und Einhub der Brückenbauwerke sind witterungsabhängig und können sich kurzfristig verschieben.

HSB verzeichnet wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr
(PI HSB) - Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) hat das vergangene Geschäftsjahr erneut erfolgreich abgeschlossen. Wieder nutzten über 1,1 Millionen Fahrgäste das rund 140 km umfassende Netz der historischen Schmalspurbahnen im Harz. Erstmalig wird es in diesem Jahr an einigen Wochentagen während der Sommerfahrplanes sogar ein durchgehendes Dampfzugangebot von Quedlinburg auf den Brocken und zurückgeben.



Dieselnetz an der Oberelbe geht an junges Potsdamer Unternehmen EGP NEU
• Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken bis 2014 gesichert
• danach Neuvergabe des Ostsachsen-Netzes gemeinsam mit ZVON
• VVO-Kundengarantien wirken ab Dezember 2010
(PI VVO) - Täglich sind knapp 8.000 Fahrgäste mit den Regionalbahnen in der Sächsischen Schweiz sowie in Richtung Kamenz, Königsbrück und Altenberg unterwegs. Das Dieselnetz im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) Regionalbahnverkehr umfasst jährlich 1,7 Millionen Zugkilometer. Heute hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe beschlossen, dass die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) den Zuschlag erhalten soll. „Der Betrieb wird am 12. Dezember 2010 aufgenommen", sagte Arndt Steinbach, Verbandsvorsitzender und Landrat des Landkreises Meißen. Die endgültige Zuschlagserteilung könne jedoch frühestens zwei Wochen nach Information der Bieter
erfolgen, deren Angebote nicht berücksichtigt wurden. Der Betrieb ist damit für die kommenden vier Jahre gesichert.
Die EGP setzt die bereits bekannten Dieseltriebwagen vom Typ Siemens Desiro ein, die über so genannte Schiebetritte verfügen. Damit können insbesondere mobilitätseingeschränkte Reisende wie Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen besser in den Zug einsteigen, da der Spalt zwischen Bahnsteig und Fahrzeug überbrückt wird. „Mit der Entscheidung für die EGP geben wir einem relativ jungen Unternehmen am Markt eine Chance“, sagt VVO- Geschäftsführer Burkhard Ehlen. Sowohl die Sicherung der Qualität zu vertretbaren Kosten als auch der Fahrgast standen im Mittelpunkt der Ausschreibung. „Künftig sind fast die
Hälfte aller Züge mit Kundenbetreuern besetzt. Des Weiteren werden ebenso wie in den Dresdner S-Bahnen und der Saxonia-Linie zwischen Dresden und Leipzig die VVO-Kundengarantien in punkto Pünktlichkeit, Anschluss, Sauberkeit und Information eingeführt“, so Ehlen weiter.
Die EGP hatte im Rahmen der europaweiten Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Dazu sagt Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Dietz: „Wir nehmen den Auftrag gern an und wollen beweisen, dass auch ein mittelständisches Unternehmen im vom Wettbewerb geprägten Nahverkehr beste Leistungen bringt.“ Für den Betrieb miete die EGP 15 neue Dieseltriebwagen, die im sächsischen Kamenz gewartet werden.
Das Netz
Mit den Regionalbahnen in der Sächsischen Schweiz sowie in Richtung Kamenz, Königsbrück und Altenberg sind montags bis freitags 7.800 Fahrgäste pro Tag unterwegs. Das Netz umfasst eine jährliche Leistung von 1,7 Millionen Zugkilometern. Es besteht aus folgenden Linien:
• Dresden-Neustadt – Königsbrück (RB 33)
• Dresden Hbf – Kamenz (RB 34)
• Pirna – Neustadt/Sa. – Sebnitz – Bad Schandau (RB 71)
• Heidenau–Altenberg (RB 72)
• Dresden Hbf – Heidenau – Altenberg (WintersportExpress RE 19)
Inhalt und Ablauf der Ausschreibung
An der Ausschreibung, die im November 2009 mit der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt gestartet war, beteiligten sich drei Unternehmen. Das Netz wurde bereits im Jahr 2008 schon einmal europaweit ausgeschrieben, das Vergabeverfahren musste aufgrund von Formfehlern jedoch im Februar 2009 aufgehoben werden. Auch bei der erneuten Ausschreibung hatte der VVO in den Ausschreibungsbedingungen hohe Anforderungen an die Qualität zwingend vorgegeben. So wurde unter anderem verlangt:
• Einsatz von Kundenbetreuern in 40 Prozent aller Züge als persönliche Ansprechpartner in allen Zügen
• Einführung der VVO-Kundengarantien
• Ticketkauf ist in den Zügen möglich
Die Vertragslaufzeit beträgt vier Jahre, weil ab Dezember 2014 geplant ist, das Ostsachsen-Netz, in dem das Dieselnetz integriert wird, gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) neu auszuschreiben und zu vergeben. Damit gibt es die Chance, ein größeres Netz zusammen zu stellen, das von potentiellen Wettbewerbern noch wirtschaftlicher betrieben werden kann. Die EGP erhält vom Vertriebsdienstleister DB Vertrieb die Technik beigestellt, die sie für den Vertrieb benötigt. Dazu zählen Verkaufsgeräte für die Zugbegleiter und stationäre Automaten für den Ticketverkauf sowie die kundenfreundlich platzierten Entwerter auf allen Bahnsteigen.
Was ändert sich für den Fahrgast?
Mit der Betriebsaufnahme am 12. Dezember 2010 gelten im Dresdner S-Bahn-Netz die bereits bekannten VVO-Kundengarantien. Im Einzelnen sind das:
• Pünktlichkeitsgarantie: Erreicht der Zug den Einstiegsbahnhof 15 Minuten zu spät
oder der Kunde verpasst seinen Zug, weil dieser zu früh abfuhr, wird die Weiterfahrt
im VVO-Gebiet organisiert. Die Garantie greift ebenso, wenn der Zug mehr als
15 Minuten später als geplant ans Ziel kommt.
• Anschlussgarantie: Im VVO gibt es so genannte Bahnhöfe mit Anschlusssicherung wie
Dresden Neustadt und Dresden Hauptbahnhof. Im Fahrplan sind diese explizit
gekennzeichnet. Der Kunde erhält eine Entschädigung, wenn er in den so genannten
Tagesrandlagen seinen Anschluss an ein anderes Verkehrsmittel im Verbundraum
nicht erreicht oder sich die Fahrt um mehr als 15 Minuten verzögert. Des Weiteren
wird durch EGP die alternative Weiterreise mittels Sammeltaxi oder Taxi garantiert.
• Sauberkeitsgarantie: Saubere Fahrzeuge sind selbstverständlich, sie werden vor und
im laufenden Betrieb regelmäßig gereinigt. Wird dennoch das Kleidungsstück eines
Fahrgastes durch Verschulden des Eisenbahnunternehmens schmutzig, übernimmt die
EGP die Reinigungskosten.
• Informationsgarantie: Gibt es Störungen im Betriebsablauf, müssen innerhalb von fünf
Minuten die Kunden darüber aufgeklärt werden. Zudem ist von dieser Garantie der
Fall umfasst, dass der Fahrgast die Differenz zurück bekommt, wenn er aufgrund von
fehlerhaften oder unvollständigen Informationen durch das Unternehmen zu viel
gezahlt hat. Der zentrale Kundenservice hilft kostenfrei per Anruf, Fax oder E-Mail.
• Für alle Kundengarantien gilt, dass betroffene Fahrgäste als Entschädigung neben
den aufgeführten Leistungen zudem ein Garantieticket in Form einer 4er-Karte
erhalten.
Die Garantiekarten sind in Servicezentren und den Zügen erhältlich. Zudem gibt es die Möglichkeit ein entsprechendes Formular direkt unter: www.vvo-online.de auszufüllen. Des Weiteren gibt es mit dem Start im Dezember 2010 eine kostenlose Servicenummer, die während der Betriebszeit der Züge immer besetzt ist.
Hintergrund und Ausblick auf den weiteren Wettbewerb
Die Kernaufgaben des Verkehrsverbundes sind die Schaffung und Weiterentwicklung eines einheitlichen Tarifs, Fahrplans, Vertriebs und Marketings. Des Weiteren ist der VVO seit 1998 Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Er plant den SPNV und beauftragt die Eisenbahnunternehmen mit der Durchführung der Verkehre. Bereits im Oktober 2009 wurde mit der DB Regio Südost GmbH der Verkehrsvertrag für die Saxonia-Linie geschlossen. Diese verbindet die Hauptbahnhöfe Leipzigs und Dresdens. Von Juni 2011 an betreibt die DB Regio Südost GmbH die Saxonia für die kommenden zehn
Jahre. Am 4. März 2010 erhielt die DB Regio AG den Zuschlag für den Betrieb der Dresdner S-Bahn-Linien S 1, S 2 und S 3. Zukünftig werden die SPNV-Ausschreibungen kontinuierlich fortgesetzt. Derzeit läuft unter Federführung des Nachbarverbundes Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg die Ausschreibung für das Elbe-Elster-Netz.
Bereits 100.000 Handytickets im Verkehrsverbund Oberelbe verkauft NEU
(PI VVO) - Seit fast drei Jahren ist es bei der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) und dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) möglich, einen Fahrschein per Mobiltelefon zu kaufen. Ende Februar ging das 100.000ste Handyticket über den virtuellen Verkaufstresen. Dieses Jubiläumsticket löste die 24-jährige Dresdnerin Andrea Mainz, die regelmäßig ihre Fahrscheine ganz bequem per Telefon erwirbt. Die Nutzerzahlen spiegeln die zunehmende Akzeptanz des modernen Vertriebsweges wider. Mittlerweile sind es mehr als 5.000 registrierte Fahrgäste, die sich bargeldlos ihre Tickets für Bus und Bahn kaufen. Mit 100.000 verkauften Handytickets zählen Dresden und der Verbundraum Oberelbe nach Köln und Hamburg zu den erfolgreichsten Regionen Deutschlands. Interessant ist ebenso die Käuferstruktur: Ein Viertel aller Nutzer sind 30 bis 34 Jahre alt, danach folgen die 25- bis 29-Jährigen, 35- bis 39-Jährigen und 40- bis 44-Jährigen. 80 Prozent aller Handyticketkäufer sind Männer.
Ticketangebot wird erweitert
Momentan gibt es in Dresden und dem Verbundraum Oberelbe mit Einzelfahrt, Tageskarte oder dem Nachtticket ein eingeschränktes Handyticket-Sortiment. Zwar sind fast drei Viertel aller Nutzer mit dem Angebot zufrieden, dennoch war es der Wunsch von DVB und VVO ihren Kunden entgegen zu kommen und dieses zu erweitern. So ist es geplant, ab Herbst 2010 ebenfalls die 4er-Karte als Handyticket zu verkaufen.
Täglich werden per Anruf, SMS oder über die spezielle Handyticket-Software 150 dieser Tickets geordert. Monatlich melden sich zwischen 100 und 200 Neukunden an, um sich ihren Fahrschein künftig per Mobiltelefon zu kaufen. Hauptzielgruppe sind die so genannten Gelegenheitsfahrer, Touristen und Geschäftsreisenden. Denn der deutschlandweit eingeführte Vertriebskanal, an dessen Entwicklung DVB und VVO maßgeblich beteiligt waren, gilt auch in zwölf weiteren deutschen Städten und Regionen wie Hamburg, Nürnberg, Düsseldorf, Köln und Chemnitz. Dieses Jahr führen noch drei weitere Regionen das Handyticket ein.
Der Vertriebskanal Handyticket startete als Pilotprojekt im Jahr 2007 und wird nach einer europaweiten Ausschreibung noch 2010 in ein dauerhaftes System überführt. Für die deutschlandweit mehr als 60.000 Kunden bleibt dabei alles beim Alten. Um als Kunde in den beteiligten Städten und Regionen orts- und zeitunabhängig Tickets kaufen zu können, ist lediglich die einmalige Anmeldung bei einem der Mitgliedsunternehmen, beispielsweise unter: www.vvo-handyticket.de oder www.dvb-handyticket.de, erforderlich.
Dresdner S-Bahnen: VVO erteilt DB Regio Zuschlag
· S-Bahn-Betrieb im Großraum Dresden bis 2027 gesichert
· Verbindung Dresden – Pirna wird noch schneller
· VVO-Kundengarantien wirken ab Dezember 2010
(PI VVO) - Das Dresdner S-Bahn-Netz bildet mit 3,1 Millionen Zugkilometern jährlich das Rückgrat des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Heute hat der Zweckverbandsvorsitzende des VVO und Landrat des Landkreises Meißen Arndt Steinbach der DB Regio AG nach der europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die S-Bahn erteilt. Damit ist ab dem 12. Dezember 2010 der Betrieb für die kommenden 17 Jahre gesichert.
„Mit dem Dresdner S-Bahn-Netz werden mehr als die Hälfte aller Einwohner im VVO über ein leistungseffizientes Verkehrsmittel miteinander verbunden und gleichzeitig der Fahrgasthauptstrom im Elbtal getragen“, sagt Arndt Steinbach anlässlich der Entscheidung für DB Regio. „Die S-Bahn-Linien bewältigen immerhin fast zwei Drittel der SPNV-Nachfrage im Verkehrsverbund Oberelbe.“
Die im Jahr 2007 eingeführten klimatisierten und behindertengerechten Doppelstockwagen bleiben in Betrieb, werden aber mit Videotechnik nachgerüstet, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu erhöhen. „Bereits jetzt gibt es im VVO ein S-Bahn-Netz auf hohem Niveau. Umso erfreulicher ist es, dass künftig neue und vor allem stärkere Elektrolokomotiven eingesetzt werden und sich so die Fahrtzeit der S 1 zwischen Dresden und Schöna um vier auf 52 Minuten verkürzt“, sagt VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen. Im Mittelpunkt der Ausschreibung standen zum einen die Sicherung der Qualität zu vertretbaren Kosten, zum anderen der Fahrgast. „Ein deutliches Zeichen dafür ist der Einsatz von Kundenbetreuern in allen Zügen und die Einführung der VVO-Kundengarantien in punkto Pünktlichkeit, Anschluss, Sauberkeit und Information“, so Ehlen weiter.
Die DB Regio AG/Verkehrsbetrieb Südostsachsen hatte im Rahmen des Verhandlungsverfahrens ein sehr wirtschaftliches Angebot abgegeben. Dazu sagt
Klaus-Dieter Martini, Sprecher des Verkehrsbetriebes: „Wir freuen uns über die aktuelle Vergabe des Dresdner S-Bahn-Netzes. Dieser Erfolg bestätigt unsere Wettbewerbsfähigkeit in Sachsen und ist gleichzeitig für die nächsten 17 Jahre Grundlage für einen leistungsstarken, kundenorientierten und modernen Nahverkehr von DB Regio in Sachsen. Wir werden wie bisher im täglichen Betrieb beweisen, dass der VVO eine gute Wahl für die Fahrgäste der Dresdner S-Bahnen getroffen hat.“
Das Netz
Mit den Dresdner S-Bahn-Linien sind montags bis freitags 34.500 Fahrgäste pro Tag unterwegs. Das Netz umfasst eine jährliche Leistung von 3,1 Millionen Zugkilometern. Es besteht aus folgenden Linien:
· S 1: Meißen Triebischtal – Dresden – Schöna
· S 2: Pirna – Heidenau – Dresden – Flughafen Dresden
· S 3/30: Dresden – Tharandt – (Freiberg)
Inhalt und Ablauf der Ausschreibung
Die Ausschreibung startete im April 2008 mit der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt. Durch die Einsparungen, die nur im Wettbewerb erreicht werden, können Kostensteigerungen aufgefangen werden, um Einschränkungen des Fahrplanumfangs so weit wie möglich zu vermeiden.
Am Beispiel des Dresdner S-Bahn-Netzes wird dieses Ergebnis anhand schnellerer Verbindungen und eines umfangreicheren Kundenservices deutlich. Der VVO hatte bereits in den Ausschreibungsbedingungen hohe Anforderungen an die Qualität zwingend vorgegeben. So wurde unter anderem verlangt:
· Einsatz von stärkeren Elektrolokomotiven, um Reisezeiten zu verkürzen und Anschlüsse insbesondere in Bad Schandau sowie Heidenau zu verbessern
· Nachrüstung der Fahrzeuge mit Videoüberwachung
· Ausstattung der Fahrzeuge mit Wickeltischen
· Entwerter werden kundenfreundlich auf allen Bahnsteigen platziert
· Einsatz von Kundenbetreuern, die über das Zertifikat „Fachkraft im Verkehrsservice“ verfügen, sind persönliche Ansprechpartner in allen Zügen
· Einführung der VVO-Kundengarantien
Was ändert sich für den Fahrgast?
Das Angebot im Dresdner Raum ist sehr gut, was neben den Pendlerströmen auch die Zufriedenheitswerte bei Umfragen widerspiegeln. Insbesondere das S-Bahn-Netz erfährt positive Resonanz. Laut Meinungsforschungen der Deutschen Bahn AG zählen die Fahrgäste der Dresdner S-Bahnen zu den zufriedensten Deutschlands. Mit der Betriebsaufnahme am 12. Dezember 2010 gelten im Dresdner S-Bahn-Netz die VVO-Kundengarantien.
Im Einzelnen sind das:
· Pünktlichkeitsgarantie: Erreicht der Zug den Einstiegsbahnhof 15 Minuten zu spät oder der Kunde verpasst seinen Zug, weil dieser zu früh abfuhr, wird die Weiterfahrt im VVO-Gebiet organisiert. Die Garantie greift ebenso, wenn der Zug mehr als 15 Minuten später als geplant ans Ziel kommt.
· Anschlussgarantie: Im VVO gibt es mit Coswig, Dresden Neustadt und Dresden Hauptbahnhof Bahnhöfe mit Anschlusssicherung. Der Kunde erhält eine Entschädigung, wenn er in den so genannten Tagesrandlagen seinen Anschluss an ein anderes Verkehrsmittel im Verbundraum nicht erreicht oder sich die Fahrt um mehr als 15 Minuten verzögert. Des Weiteren wird durch DB Regio die alternative Weiterreise mittels Sammeltaxi oder Taxi garantiert.
· Sauberkeitsgarantie: Saubere Fahrzeuge sind selbstverständlich, sie werden vor und im laufenden Betrieb regelmäßig gereinigt. Wird dennoch das Kleidungsstück eines Fahrgastes durch Verschulden des Eisenbahnunternehmens schmutzig, übernimmt DB Regio die Reinigungskosten.
· Informationsgarantie: Gibt es Störungen im Betriebsablauf, müssen innerhalb von fünf Minuten die Kunden darüber aufgeklärt werden. Zudem ist von dieser Garantie der Fall umfasst, dass der Fahrgast die Differenz zurück bekommt, wenn er aufgrund von fehlerhaften oder unvollständigen Informationen durch das Unternehmen zu viel gezahlt hat. Der zentrale Kundenservice hilft kostenfrei per Anruf, Fax oder E-Mail.
· Für alle Kundengarantien gilt, dass betroffene Fahrgäste als Entschädigung neben den aufgeführten Leistungen zudem ein Garantieticket in Form einer 4er-Karte erhalten.
Hintergrund und Ausblick auf den weiteren Wettbewerb
Die Kernaufgaben des Verkehrsverbundes sind die Schaffung und Weiterentwicklung eines einheitlichen Tarifs, Fahrplans, Vertriebs und Marketings. Des Weiteren ist der VVO seit 1998 Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Er plant den SPNV und beauftragt die Eisenbahnunternehmen mit der Durchführung der Verkehre. Bereits im Oktober 2009 wurde mit der DB Regio Südost GmbH der Verkehrsvertrag für die Saxonia-Linie geschlossen. Diese verbindet die Hauptbahnhöfe Leipzigs und Dresdens. Von Juni 2011 an betreibt die DB Regio Südost GmbH die Saxonia für die kommenden zehn Jahre. Zukünftig werden die SPNV-Ausschreibungen kontinuierlich fortgesetzt. Noch in diesem Quartal entscheidet sich, wer künftig das Dieselnetz in der Sächsischen Schweiz und in Richtung Kamenz betreibt. Des Weiteren läuft momentan unter Federführung des Nachbarverbundes Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg die Ausschreibung für das Elbe-Elster-Netz.
Elbe-Labe-Ticket gilt jetzt auch auf Buslinien rund um Karlsbad und Aussig
Mit dem Elbe-Labe-Ticket in den Schnee nach Tschechien
Schnee, Eis und reizvolle Winterwanderungen locken viele Besucher in die Böhmische Schweiz. Ganz bequem gelangen alle Fahrgäste mit dem Elbe-Labe-Ticket dorthin. Ab dem 1. Februar 2010 können Ausflügler und Touristen mit diesem grenzüberschreitenden Tagesticket ein noch größeres Gebiet auf tschechischer Seite entdecken und weitere Verkehrsmittel nutzen. Dann gilt der Fahrschein auch im Westen des Kreises Usti in den Linien des Busbetriebes "Autobusy Karlovy Vary".
Bisher galt das Ticket für Bus und Bahn im VVO-Verbundraum, in den Nahverkehrszügen der Tschechischen Bahn (CD) im Kreis Usti, in den Stadtverkehrsbussen in Decin und für die Grenzfähre zwischen Schöna und
Hrensko. Hinzu kamen vergangenes Jahr die Regionalbusse im so genannten "Schluckenauer Zipfel" östlich von Sebnitz sowie im Gebiet südlich und westlich von Děčín. Die Tageskarte Elbe-Labe für eine Person kostet 15 Euro, die Kleingruppenkarte für bis zu fünf Personen 28 Euro. Die Tickets, die bis 4 Uhr des Folgetages gelten, gibt es an den Fahrausweisverkaufsautomaten der Deutschen Bahn AG, in den Servicezentren der Partnerverkehrsunternehmen, an den Automaten in ausgewählten Nahverkehrszügen sowie direkt bei den Fahrern der Regionalbusse.
Alle Informationen auf einen Blick bietet der Flyer "Mit dem Elbe-Labe-Ticket nach Böhmen". Der handliche Reisebegleiter zeigt die verschiedenen Reisemöglichkeiten mit der S-Bahn-Linie S 1 (Dresden - Bad Schandau), dem Wanderexpress Bohemica und dem Elbe-Labe-Sprinter von Dresden über die Sächsische Schweiz hinein ins Böhmische bis nach Děčín. Auch die Buslinie 360/398 von Dresden über Altenberg und Zinnwald nach Teplice sowie die grenzüberschreitende Wander- und Fahrradbuslinie 219/217 sind in einer
Übersichtskarte dargestellt. Der Plan zeigt zudem alle wichtigen Bahnverbindungen im VVO, länderüberschreitende Bahnlinien und die im Kreis Usti verkehrenden Nahverkehrszüge. Ebenso werden touristische Ziele, Sehenswürdigkeiten und landschaftliche Reize sowohl im sächsischen als auch im böhmischen Elbsandsteingebirge vorgestellt.
Der von Oberelbe Tours, dem Tourismusbüro im VVO herausgegebene Flyer ist in der VVO-Mobilitätszentrale, Leipziger Straße 120, in den Servicezentren der Partnerverkehrsunternehmen und im Internet unter www.OberelbeTours.de erhältlich.
Sächsische Kleinbahnen locken fast eine halbe Million Fahrgäste
Positive Bilanz für Lößnitzgrundbahn und Weißeritztalbahn
(PI VVO) Seit mehr als einem Jahr ist wieder das vertraute Dampfen und Schnaufen der Weißeritztalbahn im Rabenauer Grund zu hören. Dass die Begeisterung für die Kleinbahn ungebrochen ist, spiegelt sich in der Zahl der Fahrgäste wider. "Annähernd 240.000 Reisende waren 2009 mit unserer Schmalspurbahn unterwegs", sagt der stellvertretende Betriebsleiter der Sächsischen
Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) Mirko Froß. Fast ein Drittel der Einzelreisenden nutzten die Schmalspurbahn für die Hin- und Rückfahrt, 22 Prozent buchten die einfache Fahrt. Gruppenreisende machten 17 Prozent, Familien 14 Prozent der Fahrgäste aus.
Wie im Vorjahr hat auch dieses Mal die zweite Schmalspurbahn im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) einen neuen Fahrgastrekord erreicht. "Die Lößnitzgrundbahn lockte 2009 mehr als 217.000 Liebhaber auf die Strecke zwischen Radebeul Ost und Radeburg und somit 5.000 mehr als im Jahr zuvor", so Froß. Der besucherstärkste Monat war der Mai, als die Karl-May-Festtage noch mehr Gäste in die Geburtsstadt des Schriftstellers lockten. Eine Hin- und Rückfahrt lösten 34 Prozent der Einzelreisenden, 18 Prozent der Einzelreisenden kauften Tickets für eine einfache Fahrt. Den zweitstärksten Teil stellen Gruppen mit einem Anteil von ebenfalls 18 Prozent dar, dicht gefolgt von den Familien, die 17 Prozent der Fahrgäste ausmachten.
Im Programm beider Schmalspurbahnen gibt es einiges zu entdecken. Erneut bieten alle Partner entlang der Strecken beliebte Veranstaltungen an. "Mehr als 60 Feste, Wandertouren und Ausfahrten finden rund um beide Schmalspurbahnen statt", so Gabriele Clauss von Oberelbe Tours, dem Tourismusbüro im VVO. Bereits am 30. Januar rollt der 1. Sonderzug der Saison
zur Zitterpartie am Moritzburger Fasanenschlösschen.
Angebote in den Winterferien
Der Radeburger Karnevalsumzug am 14. Februar ist bei vielen Narren bereits dick im Kalender angestrichen, schließlich haben alle Fahrgäste der Lößnitzgrundbahn dann Gelegenheit ohne vorherigen Parkplatzstress diesem Ereignis beizuwohnen. Zu Sachsens größtem und farbenreichstem Straßenumzug, der dieses Jahr unter dem Motto "Verliebt in Rabu" steht, können alle Narren von Radebeul Ost aus mit der Lößnitzgrundbahn um 12.35 sowie 12.56 Uhr nach
Radeburg reisen. Dann sind die Fans des närrischen Treibens pünktlich am Bahnhof, wo der Umzug 14 Uhr startet. Montags bis freitags gibt es zwischen dem 8. bis 19. Februar ein besonders
günstiges Winterferien-Tarifangebot für die Lößnitzgrundbahn, welches VVO und SDG vereinbart haben. Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren fahren während dieser Zeit in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos mit.
Schmalspurbahn-Festival
Vom 17. bis 18. Juli gibt es auf der Weißeritztalbahn das zweite Schmalspurbahn-Festival. Nachdem vergangenes Jahr etwa 8.000 Besucher kamen, verwandeln sich auch 2010 die Stationen zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde in Erlebnisstationen. Oberelbe Tours, SDG und die Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn organisieren das Festival gemeinsam, das zeitgleich mit "Malter in Flammen" zu erleben sein wird.
Im Lößnitzgrund wird knapp zwei Monate später gefeiert. Vom 11. bis 12. September steht die Lößnitzgrundbahn während des 6. Schmalspurbahn-Festivals im Mittelpunkt. In Moritzburg lädt Oberelbe Tours anlässlich des 7. Bahnhofsfestes wieder zu einem großen Familienfest mit Hüpfburg und Spiele-Park ein.
Während beider Festivals sollen Traditionsloks wie die sächsische IV K Nr. 176 in der typischen grünen Farbgebung oder eine Diesellok L 45 H zahlreiche Fans in ihren Bann ziehen, wenn diese an den Festtagen auf der Weißeritztalbahn und der Lößnitzgrundbahn im Einsatz sind.
Zusätzliche Hinweise
Unter www.loessnitzgrundbahn.de bzw. www.traditionsbahn-radebeul.de sowie www.weisseritztalbahn.com gibt es einen Überblick über alle Veranstaltungen entlang der jeweiligen Schmalspurbahnen.



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