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Der folgende Artikel erschien bei BahnInfo
  • am 04.09.2010
  • auf der Aktuellseite Berlin-Brandenburg
  • in der Kategorie U-Bahn

"Tag des offenen Denkmals" am 11. und 12. September 2010

Zum "Tag des offenen Denkmals" am 11. und 12. September 2010 bietet die BVG wieder ungewöhnliche Ein- und Ausblicke.
 
In diesem Jahr bietet die BVG ungewohnte Perspektiven auf der U-Bahnlinie 4 an. Die U4 ist in diesem Jahr 100 Jahre in Betrieb. Am 1. Dezember 1910 fuhr die erste U-Bahn zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz. Passend zum Jubiläum können am 12. September 2010, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, interessierte Berliner und Berlin-Touristen zwei der insgesamt fünf historischen U-Bahnhöfe der U-Bahnlinie 4 aus einer ganz anderen Perspektive betrachten und dabei auch Einsichten gewinnen, die sonst nicht möglich sind.
 
In der Vorhalle des U-Bahnhofes Nollendorfplatzes zeigt eine Ausstellung die bewegte Geschichte des Bahnhofes. Nach der Theorie kann dann die Praxis folgen: vom unteren Bahnsteig aus geht es in die sonst für Fahrgäste nicht zugänglichen Bahnhofsbereiche im Tunnel. Was sonst verboten ist, wird an diesem Tag im Rahmen von Führungen möglich, nämlich zu Fuß durch die Tunnel- und Aufstellanlagen zu gehen. Der Verkehr in den übrigen Bereichen geht trotzdem weiter. Der U-Bahnhof Nollendorfplatz ist Umsteige- und Endhaltepunkt für Fahrgäste der Linien U1, U3 und U4.
 
Nie Vollendetes gibt es im U-Bahnhof Innsbrucker Platz zu sehen: einen zweiten, im Rohbau fertigen U-Bahnhof, der nie genutzt und für die geplante U-Bahnlinie 10 als "Vorhaltebauwerk" errichtet wurde. Die imposante Anlage wird für einen Rundgang geöffnet. Im Zwischengeschoss wird eine Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte der Linie präsentiert. Außerdem zeigen hier Künstler des U10-Kunstprojektes, die sich auch schon im U-Bahnhof Schloßstraße mit der nie gebauten U-Bahnlinie auseinandergesetzt hatten, ein Teil eines Modells der geplanten U10, die zwischen Weißensee und Lichterfelde verkehren sollte.
 
Zum Denkmaltag gehört bei der BVG auch ein Denkmalzug. Am 12. September 2010  fährt zwischen 11.00 Uhr und 15.00 Uhr ein von der AG U-Bahn betriebener historischer Zug vom Typ A1 auf der Linie U4 im normalen Betrieb. Zur Mitfahrt können die herkömmlichen Fahrausweise genutzt werden. Und noch eine Besonderheit  gibt es an diesem Tag: "Oben ohne" geht es für 5,00 EURO mit dem U-Bahncabrio nonstop vom U-Bahnhof Innsbrucker Platz bis zum U-Bahnhof Nollendorfplatz. Der Ein- und Ausstieg erfolgt auf dem U-Bahnhof Innsbrucker Platz.
 
Ralf Baumann, Bereichsleiter Infrastruktur der BVG: "Denkmalschutz wird bei der BVG groß geschrieben. Nicht nur, weil es für den laufenden Fahrbetrieb zwingend notwendig ist, Strecken, Bahnhöfe und Gebäude "in Schuss" zu halten, sondern auch, weil den Fahrgästen sonst inhaltsvolle Geschichte während ihrer Fahrt durch Berlin entgehen würde."
 
Am 11. September lädt das U-Bahnmuseum in der Zeit von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr zu einem kostenfreien Besuch ein.
 
Jedes Jahr zum Tag des offenen Denkmals öffnen über 9.500 historische Gebäude in mehr als 3000 Orten in ganz Deutschland ihre Türen für neugierige Besucher. Die BVG ist seit über zehn Jahren dabei. Die Berliner U-Bahn ist die älteste Untergrundbahn Deutschlands. Sie zählt weltweit zu den ältesten Transportsystemen dieser Art. Rund 80 Untergrund- und Hochbahnhöfe stehen unter Denkmalschutz. Das sind knapp die Hälfte alle 173 heute in Betrieb befindlichen U-Bahnhöfe.
PM BVG

(Jens Fleischmann, 04.09.2010)

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