- am 28.02.2010
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- in der Kategorie S-Bahn
Fahrgastverband kritisiert Prioritätensetzung der S-Bahn
Der Berliner Fahrgastverband IGEB kritisiert in einem Pressedienst die Prioritätensetzung der S-Bahn bei der Angebotsverbesserung ab 8. März. Die S7 soll dann wieder alle 10 Minuten durch den Grunewald nach Wannsee und weiter nach Potsdam verkehren. Die Verlängerung jedes zweiten S1-Zuges von Wannsee nach Potsdam entfällt dafür ebenso, wie der Ergänzungsverkehr mit zusätzlichen Regionalzügen zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Berlin Ostbahnhof.
Angesichts des knappen Wagenparks, sieht die IGEB die Priorität bei den Verstärkerzügen der stark belasteten S5, welche auch in der Hauptverkehrszeit noch vor der Stadtbahn in Warschauer Straße enden und nicht nach Charlottenburg durchgebunden werden. Als Multiplikator wirkt der fehlende Anschluss in Warschauer Straße und die Problematik, dass der folgende Zug der S75 nach Spandau zusätzlich auch die Fahrgäste der in Ostbahnhof endenden Verstärkerzüge der S3 aufnehmen muss. Die parallel verlaufende U-Bahnlinie U5 wurde bereits von vielen Fahrgästen als Alternative erkannt und stößt im Berufsverkehr ebenfalls an die Belastungsgrenze. Wegen Überfüllung sind auch dort schon vereinzelt Fahrgäste zurückgeblieben.
Vorbehaltlos positiv wird dagegen die Rückkehr des 5-Minuten-Taktes auf den Ringlinien S41/42 in der Hauptverkehrszeit bewertet.
Zudem stellt die IGEB in ihrem Pressedienst die weiterhin ungeklärte Frage nach der Verantwortung der Prioritätensetzung:
"Wer ist Schuld an dieser Fehlentscheidung? In der Vergangenheit haben sich Senat, VBB und S-Bahn gegenseitig die Verantwortung zugeschoben. Besteller in Berlin ist jedoch das Land Berlin. Verantwortlich ist also die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, entweder, weil sie die falsche Prioritätensetzung zu verantworten hat, oder weil sie ihre Verantwortung als Besteller nicht wahrgenommen und eine falsche Prioritätensetzung zugelassen hat."

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