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Der folgende Artikel erschien bei BahnInfo
  • am 24.11.2009
  • auf der Aktuellseite Anhalt und Sachsen
  • in der Kategorie Verkehrsverbund Oberelbe

Betriebsprogramm für Strecke Sebnitz – Dolni Poustevna (CZ) steht

Abstimmungen im Rahmen eines Arbeitstreffens der Bürgermeister von 18 deutschen und tschechischen Gemeinden sowie des VVO

(PI VVO) - Die Städte Rumburk, Sebnitz und Bad Schandau sollen für die Fahrgäste bald ohne umsteigen mit dem Zug erreichbar sein. Möglich wird das durch den Lückenschluss im Bahnverkehr zwischen dem tschechischen Dolni Poustevna und Sebnitz. Das entsprechende Verkehrskonzept wurde am Montag bei einem Treffen von Jindrich Franek, Abteilungsleiter Verkehr der Bezirksverwaltung Usti, des Sebnitzer Bürgermeisters Mike Ruckh, des Geschäftsführers des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) Burkhard Ehlen sowie den Bürgermeistern, deren Orte entlang der Strecke liegen, vorgestellt.

Neben der Berichterstattung zum derzeitigen Stand der Planungen ging es hauptsächlich um das künftige Betriebsprogramm für die Strecke. Dieses soll in zwei Stufen erfolgen. Zunächst soll es beim Zwei-Stunden-Takt zwischen Sebnitz und Bad Schandau bleiben, zwischen Rumburk und Decin über Sebnitz nach Bad Schandau rollen die Züge dann grenzüberschreitend. „Die Festlegung des Betriebsprogramms ist ein wichtiger Meilenstein für den Lückenschluss“, war der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh zufrieden.

Ziel der zweiten Betriebsstufe ist ein Verkehr im Stundentakt, in dessen Rahmen ebenso die Züge aus Richtung Neustadt über Sebnitz weiter nach Bad Schandau fahren, die zuvor in Sebnitz endeten. „Um das zu erreichen, müssen wir noch mehr Menschen für die neu entstandene Bahnverbindung zwischen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz begeistern“, sagt VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen. Momentan sind auf der Strecke Neustadt – Sebnitz – Bad Schandau täglich etwa 230 Reisende unterwegs. Der VVO finanziert die Leistungen auf dieser Strecke mit jährlich etwa 1,6 Millionen Euro. Für die zweite Betriebsstufe werden zusätzlich 1,3 Millionen Euro pro Jahr vom Freistaat Sachsen benötigt. „Aufgrund der gegenwärtigen Haushaltssituation sehen wir wenig Chancen, mehr Geld zu erhalten. Insofern ist zunächst nur die erste Betriebsstufe realistisch“, so Ehlen.

Wann die DB Netz AG letztendlich mit dem Bau des Gleises sowie der sicherungstechnischen Anlagen beginnen kann, ist abhängig vom Verlauf des derzeitigen Planrechtsverfahrens. Die erforderlichen Unterlagen werden gegenwärtig vom Eisenbahnbundesamt geprüft.

(Andreas Jüttemann, 24.11.2009)

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