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Der folgende Artikel erschien bei BahnInfo
  • am 14.10.2009
  • auf der Aktuellseite Nürnberg
  • in der Kategorie Allgemeine Meldungen aus der Region

Keine unnötige Konkurrenz zwischen Bus und Bahn!

Der Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert kritisiert die Absicht von Union und FDP, private Fernbuslinien als Konkurrenz zum Bahnfernverkehr grundsätzlich ohne Überprüfung des Bedarfs zu zulassen. Durch das bestehende Genehmigungsverfahren ist nach Ansicht des SPD-Bahnexperten dort, wo die Zugverbindungen nicht ausreichen, heute schon ein ergänzender Fernbusverkehr möglich. Entfiele aber die Abwägung, ob zum Zugangebot zusätzlicher Bedarf besteht, käme es auf vielen Verbindungen zu einem ungleichen Wettbewerb zwischen Schiene und Straße. "Da die Busse von der Maut verschont sind, die Bahnunternehmen aber Streckengebühren bezahlen müssen, ist der Schienenverkehr im Nachteil", erklärte Burkert.
Nach und nach, so die Befürchtung des SPD-Bahnbeauftragten, könnten dann wenig rentable Schienenverbindungen eingestellt werden. Eine flächendeckende Zugerversorgung werde damit erschwert. Dies sei auch insofern unsinnig, als das bundesweite Schienennetz mit viel Steuergeld ausgebaut und Instand gehalten werde.
Hinzu käme, dass zusätzliche Fernbuslinien die Verkehrsprobleme auf den Autobahnen weiter verschärfen und der notwendigen Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene widersprechen würden.
Als Fazit gilt für Martin Burkert: "Wir brauchen ein sinnvolles Miteinander von Bus und Bahn und kein unnötiges Gegeneinander. Der Bus ist in einigen Fällen, wie beispielsweise auf der Strecke Nürnberg-Prag, eine sinnvolle Ergänzung zur Schiene, kann den Zugverkehr aber nicht ersetzen. Die bewährte Genehmigungspflicht für Fernbuslinien sollte deshalb erhalten bleiben."

(Christian Maußner, 14.10.2009)

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