- am 01.07.2009
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- in der Kategorie S-Bahn
Münchner S-Bahn muss auch in diesem Spätjahr langsamer fahren
Die S-Bahn in München muss auch in diesem Herbst nochmals mit Auflagen des Eisenbahn-Bundesamtes den Betrieb meistern. Auf Grund bremstechnischer Bedenken verfügte die Behörde eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h auf 120 km/h, auf bestimmten Streckenabschnitten sogar auf 100 km/h in den Herbstmonaten. Und auf dem Stammstreckentunnel kann auf Grund verlängerter Durchrutschwege nicht die volle Kapazität von 30 Zügen, sondern nur von 24 Zügen je Stunde gefahren werden.
Vom 15. September bis 13. Dezember kommt es deshalb wieder zu Ausfällen im Fahrplanangebot. Namentlich bei den Linien S2, S5 und S7. Bei den erstgenannten Linien entfallen dann einige Taktverstärker im nachmittäglichen 10-Minuten-Takt, was zu einer Taktfolge 10 - 20 -10 führt. Die S6 wird am Ostbahnhof in die Abschnitte Ostbahnhof-Tutzing und Ostbahnhof-Kreuzstraße geteilt.
Die S7 dagegen erfährt keine unmittelbare Taktausdünnung, fährt aber in der HVZ nicht mehr durch den Stammstreckentunnel, sondern endet oberirdisch im Hauptbahnhof.
Um die leidigen Auflagen loszuwerden, arbeitet das Unternehmen derzeit an einer dauerhaften Problemlösung, die bereits das erforderliche Zulassungsverfahren durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) durchläuft. Kernelement sind zusätzliche Besandungsanlagen, die bei rutschigen Schienen zum Einsatz kommen und so die Reibung zwischen Rad und Schiene erhöhen. Bisher wurden zwei Fahrzeuge zu Prototypen umgerüstet und mit ihnen mittels Prüf- und Messfahrten der behördlich geforderte „Nachweis der Wirksamkeit“ erbracht.
Nach derzeitigem Planungsstand müsste die S-Bahn München für die Ausrüstung aller 238 ET 423 rund 23 Millionen Euro aufwenden.

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