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Der folgende Artikel erschien bei BahnInfo
  • am 23.07.2008
  • auf der Aktuellseite München
  • in der Kategorie S-Bahn

Ein Teil der Münchner S-Bahnen bekommt Video-Augen

Mit einer Vorführung begann am 22. Juli bei der S-Bahn München offiziell das Zeitalter der Videoüberwachung. 105 (der 238) Züge wurden und werden im Laufe des Jahres mit je 16 Kameras ausgestattet. Die Fahrgäste in den S-Bahn-Zügen erkennen die Videoüberwachung durch entsprechende Piktogramme. Eine Auswertung der Videoaufzeichnungen erfolgt nur bei Bedarf.Die Aufzeichnungen sind mit den zuständigen Datenschutzbehörden abgestimmt.

Vandalismus durch Schmierereien und Glasschäden ("Scratching") macht auch den Verantwortlichen im gelobten Bayernland durchaus Sorgen. Durch die Videoüberwachung erhofft man sich einen Rückgang entsprechender Straftaten und eine Reduzierung der jährlichen Schadenssumme.
Für den erhofften Effekt muss man freilich selbst erst einmal tief in die Tasche greifen: 4,5 Millionen Euro kostet die sicherheitstechnische Aufrüstung von 44% der Fahrzeugflotte.

Die Videoüberwachung ist aber nur eine Säule des Sicherheitskonzeptes bei der Münchner S-Bahn. Weitere Bestandteile sind die S-Bahn-Wache und das Schülerbegleiterprogramm.

Einen großen Beitrag zur Sicherheit im S-Bahn-Verkehr leistet dabei die S-Bahn-Wache. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden sind die Sicherheitsmitarbeiter in den Zügen präsent. Sie übernehmen Aufgaben, die nicht durch die Videokameras geleistet werden können. Sie greifen beispielsweise ein, wenn sich Straftaten ereignen, geben Fahrgästen Auskünfte und bewachen abgestellte Züge.

Die dritte Säule des Sicherheitskonzepts sind die Schüler von bisher 15 Gymnasien und Realschulen aus dem Großraum München. Sie wurden ausgebildet, bei Gefahren am Schulweg, insbesondere am Bahnsteig oder während der Fahrt, soziale Verantwortung zu übernehmen. Gegenüber anderen Schülern oder Jugendlichen können sie in Konfliktsituationen deeskalierend auftreten.

(Arnd Werther, 23.07.2008)

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