- am 28.10.2014
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Spatenstich für Neufahrner Kurve
Zum offiziellen Spatenstich für das Bauprojekt Neufahrner Kurve trafen sich am 27. Oktober nördlich von Neufahrn (bei Freising) Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann, der DB-Vorstand für Infrastruktur und Dienstleistungen, Dr. Volker Kefer, sowie der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel. Sie gaben den Startschuss für die Anbindung Ostbayerns an den Münchner Flughafen bis Dezember 2018.
Die Neufahrner Kurve gilt als erster Bestandteil des Entwicklungskonzeptes für den Bahnknoten München.
Weitere Verbesserungen sollen über den Ringschluss nach Erding und die Anbindung Richtung Mühldorf durch die Walperstkirchener Spange erreicht werden. Für den ersten Abschnitt zwischen Flughafen und Erding prüft das Eisenbahnbundesamt derzeit die Planfeststellungsunterlagen, die weitere Anbindung dürfte allerdings noch längerfristig Zukunftsmusik bleiben.
Künftig können Bahnreisende immerhin eine stündliche Schienenanbindung von Regensburg über Landshut, Moosburg und Freising zum Münchner Flughafen nutzen. Zwischen Landshut und dem Flughafen soll sich die Fahrzeit zum Beispiel von bisher rund einer Stunde auf eine halbe Stunde halbieren. Momentan müssen die Fahrgäste in Freising in den Bus der Linie 635 umsteigen, der aber zumindest in einem dichten Takt verkehrt.
Die Neubaustrecke besteht aus einer 2,3 Kilometer langen zweigleisigen elektrifizierten Verbindungskurve zwischen der Strecke Regensburg - Landshut - München und der bisher nur von S-Bahnen befahrenen Strecke Neufahrn - Flughafen München. Sie wird in Damm- oder Hochlage geführt und überquert unter anderem die Autobahn A 92. An den beiden neuen Abzweigstellen Neufahrn Nord und Neufahrn Ost fädelt die Neufahrner Kurve mit Überwerfungsbauwerken mittig in die vorhandenen Gleistrassen ein.
Die Gesamtinvestition beträgt nach jetzigem Stand rund 91 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz durch den Bund und den Freistaat Bayern jeweils zu rund 50 Prozent. Vorgesehen ist, dass die Bahn einen Teil der Trasseneinnahmen durch die vom Freistaat zusätzlich bestellten Züge in Höhe von rund zehn Millionen Euro in den zwanzig Jahren nach Inbetriebnahme an den Freistaat zurückzahlen wird.

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