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Der folgende Artikel erschien bei BahnInfo
  • am 26.01.2012
  • auf der Aktuellseite München
  • in der Kategorie S-Bahn

Neue Kosten-Nutzen-Untersuchnung zur 2. S-Bahn-Stammstrecke vorgestellt

Das bayerische Wirtschaftsministerium hat eine neue Kosten-Nutzen-Untersuchung für die 2. Stammstrecke der Münchner S-Bahn vorgestellt. Diese wurde für den Zeitpunkt einer Inbetriebnahme im Jahr 2019 neu gerechnet. Die Studie berücksichtigt neben den aktuellen Kosten einen Prognosehorizont bis zum Jahr 2025, um so die längerfristigen Auswirkungen der 2. Stammstrecke besser abzubilden.
 
Mit dieser Methodik kommt man auf einen verbesserten Faktor von 1,23 anstatt dem bisher zugrunde gelegten Faktor von 1,15.

Ursächlich hierfür sind Änderungen bei einzelnen Kostenpositionen, die sich durch den späteren Inbetriebnahmezeitpunkt ergeben. Nicht mehr eingerechnet wurden nämlich Kosten zur Beschleunigung des Bauablaufs, der wegen der Olympischen Spiele für eine Inbetriebnahme im Jahre 2018 nötig gewesen wäre, bei denen München aber bekanntlich leer ausgegangen ist. Andererseits steigen aber Kosten aufgrund der Dynamisierung auf den späteren Inbetriebnahmezeitpunkt 2019 an. In der Summe würden sich beide Effekte jedoch weitgehend neutralisieren.
 
Insgesamt belaufen sich die Nominalkosten auf rund zwei Milliarden Euro. Mit vorsorglich zusätzlich  eingerechneten 200 Millionen Euro für Risiken kommt man auf insgesamt 2,2 Milliarden Euro.

Bei der aktuellen Nutzen-Kosten-Untersuchung wurden auch diese Risiken szenarisch betrachtet. Selbst dann käme man noch auf einen positiven, aber sehr abgeschmolzenen Kosten-Nutzen-Faktor von 1,04. Das zeigt wiederum, wie sensitiv ein solches Großprojekt auf bereits moderate Änderungen der Eingangsgrößen reagiert.
 
Für nähere Informationen steht unter diesem Link  die nun vorgestellte Untersuchung zur Verfügung.

(Arnd Werther, 26.01.2012)

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