- am 03.08.2010
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Auslieferung von Bombardier-Zügen an DB Regio stockt
Termingerechter Einsatz neuer S-Bahn-Züge für Nürnberg fraglich / Bahn plant Ersatzverkehr
(Nürnberg, 3.
August 2010) Aufgrund von Verzögerungen bei der Zulassung von
Bombardier-Zügen der Baureihe 442 („Talent 2“) ist der termingerechte
Einsatz der neuen Züge in Nürnberg fraglich. Entgegen der ursprünglichen
Planungen sind die Fahrzeuge nach wie vor nicht zugelassen. Die
Schulungen und Probefahrten können deshalb nur verzögert stattfinden. DB
Regio Bayern rechnet damit, dass der Einsatz bei der S-Bahn Nürnberg
zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 nicht mehr zu schaffen ist und
plant daher einen Ersatzverkehr.
„Wir arbeiten sehr
intensiv an der Zulassung der Fahrzeuge. Gleichzeitig fahren wir ein
Programm, mit dem wir die Stabilität der Fahrzeugsysteme erhöhen. Die
Fertigung der Fahrzeuge liegt zwar im Plan, dennoch können wir die
Entscheidung für den Ersatzverkehr nachvollziehen. Unser Kunde braucht
für den Fahrgastbetrieb einen Vorlauf, und die Zeit dafür ist sehr
knapp“, sagte Dr. Klaus Baur, Vorsitzender der Geschäftsführung von
Bombardier Transportation Deutschland. Und weiter: „Wir entschuldigen
uns bei der DB Regio und ihren Fahrgästen für die Verzögerungen und
arbeiten mit Hochdruck an Zulassung und Fahrzeugoptimierung.“
Die Planungen von
Bombardier sehen vor, dass die Flotte bis zum Dezember die Zulassung für
den Fahrgastbetrieb erhält und anschließend für den Fahrgastbetrieb zur
Verfügung steht.
„Weil wir bei
unseren Bestellern und den Fahrgästen im Wort stehen, und weil wir die
neuen S-Bahnverkehre auf die Schiene bringen wollen, haben wir
rechtzeitig Vorkehrungen getroffen. Mit herkömmlichen Lokomotiven und
Reisezugwagen, die wir aus anderen Regionen beschaffen konnten, gelang
es uns ein Ersatzkonzept aufzustellen“, sagte Norbert Klimt,
Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern. „Die Ausweitung der
S-Bahnverkehre im Dezember ist gewährleistet.“
32 Lokomotiven und
82 Reisezugwagen hat DB Regio Bayern ausgeliehen. Damit kann der neue
Fahrplan der S-Bahn wie vorgesehen und von der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft beauftragt, gefahren werden. Diese Fahrzeuge
werden übergangsweise eingesetzt, bis die 42 neuen Bombardier-Züge zur
Verfügung stehen.
Die Zulassung und
der stabile Betrieb der neuen Fahrzeuge sind die wesentliche
Voraussetzung für die noch ausstehende Vorbereitung und Schulung von
DB-Lokführern und Werkstattmitarbeitern. Für das Ersatzkonzept benötigt
DB Regio Bayern zusätzlich 35 Mitarbeiter im Zugbegleitdienst und 25
Mitarbeiter in den Werkstätten.
Im Vergleich zum
heutigen Regionalzugverkehr wird das Angebot auf der künftigen Linie S 1
Bamberg-Hartmannshof um rund 20 Prozent aufgestockt. 50 bis 70 Prozent
mehr Züge verkehren auf den neuen S-Bahn-Strecken S 3 Nürnberg–Neumarkt
und S 4 Nürnberg–Ansbach. Diese zusätzlichen Züge fahren vor allem in
der Nebenverkehrszeit und am Wochenende und belaufen sich auf insgesamt
1,4 Mio. Zugkilometer im Jahr. Das Nürnberger S-Bahnnetz wächst mit dem
Ausbau von Strecken und Stationen auf das Dreifache: Künftig verbindet
die S-Bahn auf 224 Kilometern 80 Stationen in der Metropolregion
http://www.deutschebahn.com/site/shared/de/dateianhaenge/fahrplanaenderungen/2010/vm__by__ersatzkonzept__nuernberg.pdf
Quelle: Presseinformation der Deutschen Bahn

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