- am 11.03.2010
- auf der Aktuellseite Hamburg / Schleswig-Holstein
- in der Kategorie Bus
HVV plant generellen Vordereinstieg bei Bussen zu testen
Da dem HVV jedes Jahr rund 20 Millionen Euro durch Schwarzfahrer verloren gehen, plant der HVV den Vordereinstieg und das Fahrkartenzeigen bei Bussen zu jeder Tageszeit einzufügen. Gerade auf einigen Buslinien gibt es mehr Schwarzfahrer als bei U-Bahnen oder S-Bahnen, wo eine solche Möglichkeit systembedingt nicht besteht. Am Sonntag und ab 21.00 Uhr ist der Vordereinstieg in den Bussen seit einigen Jahren schon Pflicht, wodurch die Fahrgeldeinnahmen um rund 3 Millionen Euro gestiegen sind. Mit dem ganztägigen Vordereinstieg erhofft sich der HVV Mehreinnahmen. Dabei verweist er auf Berlin, wo gute Erfahrungen mit dem Vordereinstieg gemacht wurden. So sollen dort die Fahrgeldeinnahmen um 4,5 Millionen Euro in einem Jahr gestiegen sein.
Im nächstem Jahr soll unter anderem in Harburg in einem Pilotprojekt der Vordereinstieg in der Praxis getestet werden. Dabei wird beobachtet, wie dies in der Hauptverkehrszeit, wo es in den Bussen häufig zu Überfüllungen kommt, gelingt. Fahrgäste mit Rollstühlen oder Kinderwagen können weiterhin die hinteren Tür(en) verwenden.
Die Fahrgäste sehen das Fahrkartenvorzeigen in den Bussen geteilter Meinung. Viele Fahrgäste befürchten, dass es dann zu längeren Staus beim Einstiegen kommt und die Busse noch unpünktlicher werden könnten.
(Text: Fabio Detmer)

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