- am 10.03.2010
- auf der Aktuellseite Hamburg / Schleswig-Holstein
- in der Kategorie U-Bahn
Neue U-Bahnzüge in Salzgitter vorgestellt

Am 4. März diesen Jahres stellte die Hochbahn ihren ersten neuen U-Bahnzug der neuen Generation (DT5) vor. Eigentlich sollte schon Anfang dieses Jahres der erste U-Bahnzug in Hamburg in Betrieb gehen, aber wegen einiger Konstruktionsprobleme verzögerte sich die Fertigstellung. Nun wird der erste DT5 im Sommer 2011 in Hamburg erwartet und soll dann sukzessive die zum Teil 40 Jahre alten DT3-Züge ersetzen.
Der neue DT5 ist nur aus Edelstahl gebaut und auch auf eine Lackierung wurde verzichtet. Die Züge können daher bis zu 95% recycelt werden und sind somit sehr umweltfreundlich. Darüber hinaus wird beim Bremsen, wie schon beim Vorgängermodell DT4, Strom zurückgespeist, der dann von anderen Zügen, die in der Nähe sind, genutzt werden kann. Somit wird sich auch der Stromverbrauch deutlich reduzieren. Der DT5 ist deutlich leiser als seine Vorgänger. So ist der Zug bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h nur noch 77 dB(A) laut. Beim DT3 sind es noch 82 dB(A).
Erstmals ist ein Hamburger U-Bahnzug durchgängig begehbar. Die Hochbahn erhofft sich hierdurch eine bessere Verteilung der Fahrgastströme im Zug. Zudem besitzen die neuen Züge auch Bildschirme auf beiden Seiten, wo wie gewohnt das Fahrgastfernsehen gezeigt wird und erstmalig auch die nächsten 3 Haltestellen mit Umsteigemöglichkeit. Um gerade in den kalten Monaten eine lange Öffnung der Türen zu vermeiden, schließen sich die Türen, wenn sich kein Fahrgast mehr im Türraum befindet automatisch. Im Sommer hingegen sorgt eine Klimaanlage für angenehme Temperaturen. Neben der 4+4-Bestuhlung wird es als weitere Neuerung Quersitze geben. Darüber hinaus wurde mehr Platz für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geschaffen. Zudem passen in den neuen DT5 mehr Fahrgäste, womit die Hochbahn dann auch den gestiegenen Fahrgastzahlen gerecht wird, ohne mehr Züge einsetzen zu müssen.
Um die Sicherheit in den Zügen zu steigern, gibt es in allen neuen Zügen Sprinkleranlagen und Videokameras, wobei der Fahrer beim Betätigen eines Notknopfs im Zug das Geschehen mit beobachten kann. Da der Zug dreiteilig ist, kann der neue Zug im gesamten Netz eingesetzt werden. Auf der U3, wo viele Bahnsteige nur 90 Meter lang sind, können zwei Züge und auf den anderen Strecken, wo die Bahnsteige 120 Meter lang sind, drei Züge zusammengekoppelt.
(Text: Fabio Detmer, Foto: Hamburger Hochbahn AG)

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